[Nisa] Histaminunverträglichkeit beschränkt sich oft nicht nur auf die Ernährung. Oft reagieren wir Betroffenen auch auf Düfte und auf Sachen, die unsere Haut betreffen. Künstliche Zusatz- oder Duftstoffe können anaphylaktische Reaktionen auslösen.
Deshalb und um den Müll reduzieren und die Umwelt zu schonen, stelle ich mein Haarpflegeprodukt selbst her. Neben festem Shampoo habe ich inzwischen auch ein flüssiges entwickelt. Ich habe es in nicht mehr benutzte Flaschen abgefüllt. Den Vorrat bwahre ich im Kühlschrank auf, während ein kleines Fläschchen im Bad steht oder mich auf Reisen begleitet.
• 35-40 g pflanzliches Tensid SCI (Sodium Cocoyl Isethionate)* (nur mit Feinstaubmaske anwenden)
abwägen (z. B. in ein hohes Glasgefäss), zugeben
• 1 g Xanthan
• 250 g Kräuter- oder Blütentee, abgeseit und abgekühlt (Kräuter bei mir: Lavendel, Rosenblütenblätter und/oder Rosmarin)
mischen & quellen lassen, danach zum Tensid geben
• 10-12 g Öl (Oliven- oder Kokosöl, Shea- oder Kakaobutter, flüssig)
• 6 g Brokkolisamenöl
• 10-20 g Biogard 221 (für längere Haltbarkeit)
• optional 3-5 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel und/oder Rosmarin)
• optional Lebensmittelfarbe (fürs Auge, wer mag und es verträgt).
Mit dem Schwingbesen alles gut vermischen und in einer Flasche im Kühlschrank aufbewahren.
*alternativ SLSA (Sodium Lauryl Sulfoacetate) verwenden.
Gut zu wissen:
Dieses Shampoo auf Basis natürlicher Tenside schäumt weniger intensiv als es synthetische Waschmittel tun. Es schäumt vor allem direkt am Anfang nach dem Auftragen. Dieser Schaum vergeht nach etwa ein bis zwei Minuten. Das hat keinen Einfluss auf die Wirkung, ist aber am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig.
+++
Kleine Tipps zur Haarpflege
Haare oft zu waschen, ist nicht unebedingt, das was ihnen wirklich gut tut. Ich habe relativ pflegeleichtes Haar und muss es nur alle 5 Tage waschen. Früher empfand ich meine Haare als fettig, also wusch ich sie alle zwei Tage. Eine Apothekerin empfahl mir vor vielen Jahren, die Haare weniger oft zu waschen, da sie schneller nachfetten, je häufiger ich sie wasche. Also dehnte ich die Abstände aus und siehe da: Ich hatte auf einmal gar keine fettigen Haare mehr. Zwischen den Shampoo-Haarwäschen wasche ich die Haare zuweilen einfach nur mit Wasser.
Nach der Warmwäsche spüle ich die Haare immer kalt ab, so dass sich die Haaroberfläche schön verschließen kann. Das wirkt ähnlich wie eine saure Rinse. Diese ist besonders dann empfehlenswert, wenn du deine Haare mit Haarseife oder Seife gewaschen hast. Mit der Rinse lassen sich nämlich Seifen- und Kalkrückstände schonend aus dem Haar entfernen. Die Säure neutralisiert den pH-Wert der Haarseife und sorgt auf diese Weise für neuen Glanz und bessere Kämmbarkeit. (Quelle)
Gib dazu in eine leere Flasche mit einem Liter kaltem Wasser zwei Esslöffel Apfelessig. Wenn du etwas skeptisch bist, dosiere die Mischung zunächst nur mit einem Löffel Apfelessig. Nachdem du dein Haar ganz normal mit (Bio-)Shampoo oder einer Haarseife gewaschen hast, gibst du die saure Rinse über deine Haare. Die saure Rinse muss dann nicht nochmal ausgespült werden. Keine Angst: Sobald deine Haare getrocknet sind, verflüchtigt sich auch der Essiggeruch. (Quelle)

